Abgestimmte Maßnahmen für den gemeinsamen Erfolg
Der Öko-Markt in Deutschland hat in den vergangenen Jahren zweistellige Zuwachsraten verzeichnet. Auch das Interesse an nachhaltiger Regionalentwicklung und Produkten aus der Region steigt. Für den langfristigen Erfolg sind jedoch abgestimmte Maßnahmen notwendig, wie beispielsweise die Beratung der Landwirte, eine finanzielle Flächenförderung, Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung bei der Vermarktung der Produkte in der Region. Entsprechend wurde ein Maßnahmenpaket geschnürt und mit den beteiligten Landwirten und Marktpartnern abgestimmt.
Der Markt für Bio-Produkte in Unterfranken ist da! Das Ergebnis einer im Rahmen des Projektes durchgeführten Umfrage unter Herstellern und Handelsunternehmen in Unterfranken: Über 80 Prozent der befragten Unternehmen äußerten Interesse an einem verstärkten Einkauf regional erzeugter Produkte. Die Marktnachfrage übersteigt das vorhandene Angebot deutlich.
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Von der Initiative zu konkreten Maßnahmen
- Akteure einbinden: Durch regelmäßige Rundbriefe und Seminarangebote wird die Kampagne konsequent bei den Akteuren vor Ort verankert. Dies betrifft neben dem Bauernverband und der Agrarberatung vor allem Verbände des Öko-Landbaus. Letzteres ist wichtig, da potenzielle Abnehmer mehrheitlich wünschen, sich beim Einkauf an einem Verbandsstandard zu orientieren.
- Interesse wecken: In den Landkreisen Main-Spessart und Rhön-Grabfeld wirtschafteten im Jahr 2007 knapp 100 Bio-Bauern. Ab Sommer 2008 wurde dann zu Informationsveranstaltungen auf Bio-Betrieben eingeladen. Dabei wurden gezielt auch Landwirte angesprochen, die dem Ökologischen Landbau noch skeptisch gegenüber stehen. Bei den Veranstaltungen war die Resonanz mit ca. 70 bis 100 interessierten Landwirten sehr groß. Die Teilnehmer konnten sich dabei aus erster Hand über aktuelle Chancen und Herausforderungen des Ökologischen Landbaus informieren (siehe Veranstaltungen).
- Systematisch und zielgruppenspezifisch werben: Aus der anfänglich sehr breit angesprochenen Gruppe werden besonders interessierte Landwirte weiter mit spezifischen Informationen versorgt und beispielsweise zu Informationsfahrten auf spezialisierte Betriebe eingeladen.
- Vermarktungssog erzeugen: Um die erzeugten Öko-Rohwaren regional vermarkten zu können, gilt es, die vorhandene Logistik zu prüfen und aufzuzeigen, wo Verbesserungen möglich sind. Mit Verarbeitungs- und Handelsunternehmen werden Ansätze erarbeitet, um den Anteil regional erzeugter Ware zu erhöhen.
- Vermarktungspartnerschaften aufbauen: Um umstellungstellungswilligen Landwirten konkrete Perspektiven für die Vermarktung von Ökoerzeugnissen zu geben, sollen verbindliche Vereinbarungen mit den Abnehmern getroffen werden. So sollen beispielsweise Verarbeitungs- und Handelsunternehmen garantieren, nach der Umstellung die ökologisch produzierte Ware abzunehmen. Dies erleichtert den Landwirten die Umstellungsentscheidung erheblich. Eine enge Zusammenarbeit mit den Öko-Erzeugergemeinschaften ist dabei besonders wichtig.
- Orientierungsberatung: Für Landwirte, die an der Umstellung interessiert sind, stehen Vor-Ort-Beratungsangebote bereit. Der Zeitaufwand für die Teilnahme soll gering sein und den Landwirten die Befürchtung genommen werden, sich durch den Erstkontakt bereits zu etwas zu verpflichten. Dabei erhält der Landwirt ein Grobkonzept mit Möglichkeiten und Risiken der Umstellung sowie Adressen für die weitere Beratung.
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©FiBL, Foto: Klaus-Peter Wilbois
©FiBL, Foto: Robert Hermanowski
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