| Kies und Sand sind die meistproduzierten
Rohstoffe weltweit. Bürger und Gemeinden brauchen sie, um zu
bauen, die Industrie benötigt sie für die Herstellung
von Produkten. Aber Rohstoffe sind endlich: irgendwann wird der
Abbau eingestellt. Doch die Folgen können langfristig sein,
denn Rohstoffabbau gefährdet das Grundwasser.
Der Abbau von Kies und Sand wird vorwiegend in Flusstälern
betrieben, wo auch die wenigen ergiebigen Grundwasserleiter Unterfrankens
liegen. Schützende Bodenschichten werden abgetragen und das
Grundwasser freigelegt. Dadurch können Schadstoffe direkt ins
Grundwasser gelangen.
Ein großes Problem stellt sich auch nach dem Abbau: was tun
mit den einmal geöffneten Gruben? Früher wurden sie oft
mit verunreinigtem Bauschutt aufgefüllt, der dann langfristig
Schadstoffe ins Grundwasser abgab. Heute ist man hier wachsamer
geworden: ehemalige Gruben werden ökologisch genutzt, zu Biotopen
oder Erholungsräumen umgestaltet. |

Ziele
der Aktion Grundwasserschutz
Holz statt Beton – Studie „Alternativen zum Rohstoffabbau
- Beispiel Kies“
Links
und Informationen zum Thema Baustoffe
Spaß
am See – Projekt „Niedernberger Kiesgruben“
Ansprechpartner
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Die Studie zeigt am Beispiel Kies, welche Möglichkeiten
es gibt, den Rohstoffabbau zu verringern. Sie können hier
eine Zusammenfassung der Studie herunterladen.
Kies ist eine nicht erneuerbare Ressource. Er wird vielfältig
eingesetzt: im Hoch- und Tiefbau und in der Industrie. Der größte
Teil wird für die Herstellung von Beton und im Straßenbau
verwendet.
Einige Ergebnisse der Studie zeigen, wie der Kiesabbau verringert
werden kann:
Baustoffrecycling
verstärken: Kies kann ersetzt werden, indem alte Baumaterialien
wieder verwertet werden. Dies ist bereits teilweise im Straßenbau
der Fall. Allerdings sind Recyclingstoffe durch die Aufbereitung
im Vergleich zum billigen Kies noch zu teuer und die Baubranche
hat noch zu wenige Erfahrungen mit Qualität, Haltbarkeit und
Verarbeitung der Baustoffe.
Nachwachsende
Rohstoffe verwenden, z.B. Holz oder Lehm: Die Studie kommt zu dem
Schluss, dass für Wohnungs-, Büro- und Industriebau Holz
die bestmögliche Alternative zu Beton ist. In Kombination mit
Lehm lassen sich ökologisch hervorragende Wandkonstruktionen
errichten.
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Langlebige
Gebäuden errichten: Lieber modernisieren und renovieren: das
spart Rohstoffe und erhöht den Wert von Gebäuden.
Gebäude
rückbauen statt abreißen: Die Baumaterialien sollten
systematisch demontiert und wieder verwertet werden. Neue Gebäude
könnten schon recyclinggerecht gestaltet sein. Allerdings ist
das Wissen über systematischen Rückbau von altem Material
bei vielen Planern und Handwerkern gering.
Download: Zusammenfassung der Studie „Alternativen zu Kies“
[PDF 0,12MB]
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Abenteuer und Spaß am See und dabei noch Natur-
und Wasserschutz? Dass dies möglich ist, will ein ehrgeiziges
Projekt in Niedernberg beweisen. Die ehemaligen Kiesgruben dort
sollen sich in eine einzigartige ökologisch verträgliche
Erholungslandschaft verwandeln, wo jeder etwas für seinen Geschmack
findet: Familien, Badegäste, Surfer, Angler und Naturfreunde.
Kiesgruben sind hochempfindliche Orte, wo Grundwasservorkommen
freigelegt sind. Nach Ende des Rohstoffabbaus sollten sie möglichst
grundwasserverträglich genutzt werden, am besten als Biotop
oder aber als umweltverträglich gestaltete Angel- und Badeseen.
Ideal wäre eine Drittellösung: Ein Teil dient dem Naturschutz,
ein Teil wird für naturnahe Erholung und der dritte Teil für
Freizeit genutzt.
Die Niedernberger Seen bieten dafür gute Voraussetzungen.
Es handelt sich um drei Baggerseen mit der Gesamtfläche von
etwa 650000 Quadratmetern. Jeder der drei Seen könnte einen
Teil der Drittellösung erfüllen: ein See als weitgehend
geschützter Raum, der nur zum Angeln genutzt werden darf. Ein
See zur naturnahen Erholung, zum Surfen, Segeln und Bootfahren und
ein See zur Freizeitnutzung, zum Baden, Grillen und für Wasserspiele.
Dadurch entsteht eine attraktive Wasserlandschaft, die ein hohes
touristisches Potential hat. |

Solch ein nachhaltiges Tourismuskonzept gewinnt in Niedernberg
um so mehr an Bedeutung als sich die Rhein-Main-Region nach internationalem
Gutachten zu einem der 20 weltweit bedeutendsten Ballungsräume
entwickeln wird.
Im ersten Schritt hat Niedernberg für seine Seen ein nachhaltiges
Gesamtkonzept in den Bereichen Freizeit, Erholung und Naturschutz
von der Arbeitsgemeinschaft Burkhardt und Pro Natur GmbH entwickeln
lassen. Nun ist die Gemeinde auf der Suche nach Investoren.
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