Der Einfluss des Menschen auf das Klima und den Wasserhaushalt der Erde kann nicht mehr bestritten werden. Deshalb wird es in Zukunft immer wichtiger, dass Wasser ein öffentliches Gut bleibt, das von vielen, oft kleinen, kommunalen Wasserversorgern gefördert, geschützt und bürgernah verteilt wird! MDgt Prof. Dr.-Ing. Martin Grambow, Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

Unterfranken – sonnenreich, aber wasserarm

Niederschlag: Im Gegensatz zum übrigen Bayern sind Teile Unterfrankens geradezu ein Trockengebiet. Während in Oberbayern durchschnittlich 1030 Millimeter Niederschlag pro Jahr fallen, sind es in Unterfranken mancherorts nicht mal 500 - kaum mehr als in Steppengebieten.

Boden: Eine dünne Bodenschicht und der klüftige, besonders durchlässige Untergrund schützen das Grundwasser in Unterfranken nur schlecht vor Verunreinigungen. Dies können z.B. Dünger und Pflanzenschutzmittel aus der Landwirtschaft oder auch aus Privatgärten sein. Auch aus der Luft können Schadstoffe ausgewaschen werden und mit dem Niederschlag in das Grundwasser gelangen.

Untergrund: Das in Unterfranken häufig vorhandene Festgestein hat nur ein geringes Speichervermögen für Grundwasser. In Verbindung mit dem geringen Niederschlag führt dies dazu, dass sich in Unterfranken wenig Grundwasser neu bildet und Schadstoffe nur ungenügend verdünnt werden. Das Grundwasser in Unterfranken benötigt deshalb besondere Aufmerksamkeit und Schutz.


Geringe Niederschläge, knappe Grundwasserreserven

Grundwasser entsteht, wenn Niederschläge wie Regen oder Schnee versickern. Doch nur ein geringer Teil der Niederschläge gelangt bis in den Untergrund. Von 100 Litern Regen sickern gerade mal 17 Liter in die Tiefe und füllen dort die Grundwasservorräte auf. [mehr]


Der geologische Untergrund – Ein empfindlicher Filter

Unterfranken wird von den Geologen in sechs hydrogeologische Räume, das sind unterirdische "Grundwasserlandschaften", unterteilt. Große Teile Unterfrankens werden von Festgestein gebildet, in denen wenig Grundwasser gespeichert werden kann. Die Bodenauflage ist oft nur dünn, daher ist das Grundwasser in Unterfranken besonders gefährdet [mehr]


Grundwasser – Der unsichtbare Schatz

Rund 93 Prozent unseres Trinkwassers stammt aus Grundwasser. Dieses stammt zum größten Teil aus Niederschlägen, die im Boden versickern. Auf seinem Weg in die Tiefe stößt das Sickerwasser irgendwann auf eine undurchlässige Bodenschicht und sammelt sich dort als Grundwasser. Es tritt als Quelle, in einem Bach oder Fluss wieder an die Oberfläche oder wird über Brunnen als Trinkwasser gewonnen. [mehr]


Herausforderung Klimawandel

Die größte Herausforderung der Menschheit ist heute der von uns selbst verursachte Klimawandel. Ungewöhnlich an den aktuellen Klimaveränderungen ist die Geschwindigkeit der Erwärmung. [mehr]


Globale Probleme

Die wachsende Weltbevölkerung, die zunehmende Industrialisierung und der hohe Wasserbedarf in der Landwirtschaft erhöhen zunehmend den Wasserbedarf. Die Folge: die Wasserversorgung wird immer mehr zum Politikum bis hin zum Kampf um das "blaue Gold". [mehr]