Offizielles Projekt der UN-Dekade 2006/2007
 
Projekt Werntal



 


Im Rahmen des Dritten Runden Tisches der UN-Dekade wurde die AKTION GRUNDWASSER-SCHUTZ am 29. November 2006 im Bonner Posttower als eines von insgesamt 77 Offiziellen Projekten sowie 3 Kommunen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausge-zeichnet. Die AKTION GRUNDWASSER-SCHUTZ darf in 2006 und 2007 offiziell mit dieser Auszeichnung werben, die an Regierungs-präsident Dr. Paul Beinhofer überreicht wurde.

Die AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ steht beispielhaft für eine innovative und breiten-wirksame Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Anerkennung soll dazu beitragen, die Anliegen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ flächendeckend in Deutschland sichtbar zu machen.

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer erhält Urkunder zur Auszeichnung der Aktion Grundwasserschutz als Projekt der UN-Dekade 2006/2007

Ziel der Weltdekade der Vereinten Nationen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist die Verankerung des Gedankens einer ökonomisch, ökologisch und sozial zukunftsfähigen Entwicklung der Weltgesellschaft in allen Bereichen des Bildungssystems. Nachhaltigkeit lernen soll für jeden Einzelnen im Bildungswesen zu einer Selbstverständlichkeit werden. Die ausgezeichneten Projekte leisten hierzu einen wichtigen Beitrag und werden deshalb mit dem Titel „Offizielles Dekade-Projekt“ geehrt.

Für die Koordinierung sind in Deutschland die Deutsche UNESCO-Kommission und das von ihr berufene Nationalkomitee zuständig. Zusammen mit zahlreichen Akteuren hat das Nationalkomitee einen Aktionsplan erarbeitet, in dem die wichtigsten Ziele und programmatischen Vorhaben für die Dekade festgehalten sind.

Eine der wichtigsten Strategien zur Umsetzung der Dekade ist die Unterstützung der einzelnen Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort. Nachhaltigkeit – so wurde nicht zuletzt bei den großen Weltkonferenzen in Rio de Janeiro und Johannesburg deutlich – lässt sich nur dezentral realisieren. Die Anerkennung Offizieller Dekadeprojekte stellt diesen Gedanken in den Mittelpunkt. Anerkannte Dekadeprojekte erhalten das Recht, für zwei Jahre das Logo der Dekade zu führen. Das Nationalkomitee wird die Projekte national und international als deutschen Beitrag präsentieren.

Nach den vom Nationalkomitee formulierten Auswahlkriterien sollte ein anerkanntes Dekade-Projekt bei einer Erstbewerbung:

  • innovativen Charakter haben
  • in die Breite wirken
  • bestimmten Qualitätsstandards entsprechen
  • mindestens zwei Dimensionen der Nachhaltigkeit abdecken
  • sich um Vernetzung mit anderen Projekten bemühen
  • das bloße Planungsstadium deutlich überschritten haben.

Aktion Grundwasserschutz -- Offizielles Projekt der UN-Dekade 2006/2007

Diese Kriterien werden von der AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ erfüllt. Seit vielen Jahren führt die Regierung von Unterfranken zahlreiche Aktivitäten durch, um durch Bewusst-seinsbildung und Kooperationen das Thema Grundwasserschutz und Trinkwasserversorgung in der Öffentlichkeit nachhaltig zu verankern.

Damit soll den Bürgern Unterfrankens die Fähigkeit vermittelt werden, die Gefährdung einer unersetzlichen Ressource zu erkennen und durch angemessene Wertschätzung und angepasstes Verhalten zu ihrer nachhaltigen Sicherung beizutragen. Alle Bürger sollen den Einfluss, den sie als Konsumenten ausüben, sowie die Verantwortung, die sie dadurch insbesondere hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung ihrer Heimat tragen, erkennen. Und Landwirte sollen die Möglichkeiten erkennen, Grundwasser verträglich und gleichzeitig wirtschaftlich zu arbeiten.

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer im Kreise der Ausgezeichneten
Bereits auf der Jahresveranstaltung der AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ im Juni 2004 hat Prof. Klaus Töpfer, damaliger Direktor der Umwelt-behörde der UN, die Aktion als eine mut-machende Initiative mit Vorbildfunktion bewertet. Die jetzt verliehene Auszeichnung bestärkt uns in unserem Tun. Zum einen die Anstrengungen für eine nachhaltige Sicherung der Trinkwasserver-sorgung in Unterfranken konsequent fort zu setzen, zum anderen die Öffentlichkeit weiterhin zu einem verantwortungsvollen Umgang mit unserem Lebensmittel Nr. 1 zu sensibilisieren.
Prof. Klaus Töpfer