Wasserschule Unterfranken startet mit der Projektwoche Wasser
 
Projekt Werntal



 


Die im November 2006 im Rahmen des Würzburger Wasserforums ins Leben gerufene Wasserschule Unterfranken wurde mit der Auftaktveranstaltung am 14.3.2007 im Schullandheim Hobbach nun auch offiziell eröffnet.

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer sowie zahlreiche prominente Gäste hießen die ca. 120 Schülerinnen und Schüler zur ersten Projektwoche Wasser herzlich willkommen. Das Schullandheim Hobbach ist bundesweit die erste stationäre Wasserschule. Sie lehrt den Schülern den sensiblen Umgang mit Wasser und bringt Wasser als wichtiges Thema der Zukunft ins Bewusstsein aller Beteiligten.

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer startet die Projektwoche Wasser.

 

Rudolf Gampl, Erster Vorsitzender des Schullandheimwerks Unterfranken, betonte bei seiner Begrüßung, dass das Schullandheim Hobbach eine optimale Infrastruktur zur Durchführung einer Wasserwoche zur Verfügung stellen zu könne. Gerne sei man daher auf das Angebot der Regierung von Unterfranken eingegangen, im Rahmen der AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ diese Möglichkeiten zu einer Projektwoche Wasser auszubauen, um den Schülern die einzigartige Vielfalt von Spaß, Entdeckungslust und spielerischem Lernen zu bieten.

Rudolf Gampl, Erster Vorsitzender des Schullandheimwerks Unterfranken

 

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer dankte in seiner Rede dem Schullandheim sowie der Schullandheimverwaltung ausdrücklich für die kooperative und konstruktive Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Wasserschule Unterfranken. Durch diese Zusammenarbeit wird nun allen Schülerinnen und Schülern der Region die Möglichkeit geboten, sich intensiv mit dem Thema Wasser auseinanderzusetzen. „Wir möchten die Schülerinnen und Schüler in Unterfranken zu Wasserexperten ausbilden“, so Dr. Beinhofer, „um die vielen Verhaltenstipps auch in die Familien und den Freundeskreis weiterzugeben. Somit können die Wasserschüler Vorbild werden für den sensiblen Umgang mit unserem Lebensmittel Nr.1“.

Die Wasserschule Unterfranken ist jedoch nicht nur auf das Schullandheim Hobbach beschränkt. Dr. Beinhofer betonte, dass für alle unterfränkischen Grundschulen Konzepte und Vorschläge für die Gestaltung einer Wasserwoche angeboten werden. Diese werden in Form einer Lehrermappe in den nächsten Wochen an die Grundschulen verschickt und bilden mit der bereits in den Schulen vorliegenden Lehrerhandreichung „Projekt Wasser“ eine fundierte Grundlage für interessanten Projektunterricht in der eigenen Schule – der so genannten „mobilen Wasserschule“.

 

Spielerisches Lernen – das Motto der Wasserschule Unterfranken.

Für alle Wasserschüler wurde eine Wasserfibel herausgegeben, die zielgerichtet durch die Wasserwoche führt. Als Arbeits- und Informationsheft bereitet sie mit ansprechenden Fotos und Illustrationen alles Wissenswerte rund um das Thema Wasser für Kinder verständlich auf.


Die Wasserfibel führt die Schüler durch die Projektwoche Wasser.

 

Vor dem Rundgang, bei dem sich der Regierungspräsident zusammen mit den Gästen über die Ausstattung der Wasserschule und die Arbeiten der Kinder informierte, wurde das Schullandheim Hobbach offiziell als stationäre Wasserschule ausgezeichnet. Hierfür enthüllten Dr. Beinhofer und Rudolf Gampl gemeinsam einen Banner mit der Aufschrift „Wasserschule Unterfranken“.

 

Übergabe des Banners an das Schullandheim Hobbach.

 

Die insgesamt fünf Schulklassen der Volksschule Urspringen und Lipprichhausen durchliefen als erste Wasserschüler die Wasserwoche vom 12. bis 16. März. Beim Rundgang konnten sich die Gäste vom Eifer der Schüler bei der Arbeit rund um das Thema Wasser überzeugen. Vom spielerischen Umgang über das Experimentieren und Forschen bis hin zum bewussten Erleben des Wasserkreislaufs, des täglichen Wasserverbrauchs und der Gefährdungen des Wassers erarbeiteten sich die Kinder aktiv alle Bereiche in interessanten Projekten.

 

Im Labor werden die Tierchen untersucht…

 

So erforschen die Schülerinnen und Schülern die Elsava und bestimmen im Labor die Gewässergüte. Sie verfolgen den Weg des Trinkwassers und veranstalten ein Mal- und Kunstatelier im Freien. Mit einer Wetterstation werden Wetterprotokolle erstellt und umfangreiche Experimente mit Wasser durchgeführt. Alle Beteiligten waren begeistert von den vielfältigen Mitteln, die im Rahmen der Projektwoche angeboten werden, und wie intensiv und mit Spaß die Kinder diese auch nutzen.

…nachdem sie vorsichtig aus der Elsava gefangen wurden.

 

Im Anschluss an diesen Programmteil versammelten sich die Gäste, Lehrer und Wasserschüler in der Aula. Dabei überraschten die Kinder die Gäste mit einem eigens zusammengestellten Programm.

 

Wer die Wasserschule nicht kennt, der pennt!

 

Neben verschiedenen Liedern rund um das Wasser sowie einer Wassermusik auf einer selbst gebastelten „Wasserorgel“ wurde ein sehr originelles Theaterstück aufgeführt. Es erklärte spielerisch und mit Witz – analog der Projektwoche Wasser – was die Wasserschule ist, was hierbei gelernt wird und warum alle Kinder diese durchlaufen sollten. Das Theaterstück brachte es auf den Punkt: Sieh’ in die Wasserfibel hinein und die lernst eine Menge rund um das Thema Wasser. Ein kräftiger Applaus aller Zuschauer war den Kindern sicher.

Bühne frei für die Wassermusik.

 

Dr. Beinhofer und Rudolf Gampl dankten allen Beteiligten – vor allem den Schülerinnen und Schülern sowie deren Lehrern – für diese tolle Aufführung und äußerten den Wunsch, dass möglichst viele Schulen in Unterfranken dem Weg folgen mögen. Regierungspräsident Dr. Beinhofer nahm anschließend die Auszeichnung der Schülerinnen und Schüler vor. Da alle Kinder die Wasserschule erfolgreich durchlaufen haben, wurden sie mit einer Urkunde als „Wasserexperten“ ausgezeichnet. Sie möge die Kinder ein bisschen mit Stolz erfüllen, so Dr. Beinhofer, aber auch als Ansporn dienen, das Gelernte weiter zu verbreiten. Zusätzlich erhielt jedes Kind auch ein Wasserglas zur Erinnerung an die Wasserwoche. Der Aufdruck „trinkWasser – Wasserschule Unterfranken“ soll auch langfristig an die Bedeutung unseres Lebensmittels Nr.1 erinnern.

Zum Ausklang der Veranstaltung gab es für Groß und Klein noch ein umfangreiches Buffet mit Kakao, Kaffee und Kuchen, bevor anschließend die Gäste mit einem guten Gefühl ihren Heimweg angetreten haben.

Die Auszeichnung der Wasserexperten durch Regierungspräsident Dr. Beinhofer.