Eröffnung zweite stationäre Wasserschule® Unterfranken am Bauersberg
 
Projekt Werntal



 


„Wasser erleben – Nachhaltigkeit lernen“. Unter diesem Motto stand die Eröffnung der zweiten stationären Wasserschule® Unterfranken im Schullandheim Bauersberg (Bischofsheim/Rhön). „Ich wünsche mir, dass Unterfranken nie auf dem Trockenen sitzt, weil junge Leute mit Wasser sorgsam umgehen“ – mit diesen Worten warf Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer vor über 100 Gästen seinen Stein in den wieder eröffneten Wunschbrunnen des Schullandheims. Damit begannen die Feierlichkeiten zum Start der zweiten stationären Wasserschule im Rahmen des Bauersberg-Symposiums am 17. und 18. Oktober.

Rudolf Gampl, Rudolf Schreiber, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, Rudolf Suttner und Udo Baumann
Von links: Rudolf Gampl (Vorsitzender des Schullandheimwerkes Unterfranken), Rudolf Schreiber (Pro Natur), Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, Rudolf Suttner (Landesvorsitzender des Bayerischen Schullandheimwerkes) und Udo Baumann (Bürgermeister von Bischofsheim) bei der Eröffnung der zweiten stationären Wasserschule in Unterfranken.

Wie bereits letztes Jahr im Schullandheim Hobbach (Landkreis Miltenberg) stattete die Regierung in diesem Jahr das Schullandheim in der Rhön mit zahlreichen Elementen für einen interessanten Projektunterricht rund um das Thema Wasser aus. Durch Forschen, Spielen und Entdecken sollen die Kinder den sensiblen Umgang mit Wasser lernen und globale Zusammenhänge erkennen. Davon konnten sich die Gäste des Symposiums an der zweitägigen Veranstaltung überzeugen.

Symposium am Bauersberg
Weit über 100 Gäste aus Schulen, Schullandheimen, Universitäten und Behörden nahmen am Symposium am Bauersberg teil.

In seiner Festrede machte der Regierungspräsident deutlich: „Ohne Wasser wächst nichts und ohne Wasser lebt nichts“; gerade die Menschen in Unterfranken müssen dem Wasser besondere Aufmerksamkeit schenken. Doch nicht nur die Trinkwasserversorgung erfordert den achtsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen.
Dr. Beinhofer verwies darauf, dass Wasser in praktisch allen Lebensbereichen eine maßgebende Rolle spiele, sei es als Lebensraum in den Gewässern und den Auen, als Element im menschlichen Körper, als gestaltendes Element in der Landschaft oder als Transportmedium. Nur durch seine Eigenschaft, einmal flüssig und einmal gasförmig in Erscheinung zu treten, entsteht der weltumspannende Wasserkreislauf, der unsere Wasserressourcen immer wieder aufs Neue auffüllt. Damit ist Wasser einer der großen Nachhaltigkeitsbereiche, die es zu lehren und zu verstehen gilt. Denn der achtsame Umgang mit den naturgegebenen Ressourcen sei Voraussetzung, dass den künftigen Generationen gesunde Lebensbedingungen erhalten bleiben, so Dr. Beinhofer.

Regierungspräsident Dr. Beinhofer
Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer stellte die Bedeutung der Nachhaltigkeit heraus und betonte die wichtige Rolle, welche die Wasserschule bei der Bildung der Schüler leisten kann.

Rudolf Gampl, Vorsitzender des Schullandheimwerkes Unterfranken e.V., bedankte sich für das große Engagement der Regierung von Unterfranken und die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Tatsächlich entwickelte sich die Wasserschule in den letzten beiden Jahren zu einem der Schwerpunktprojekte der AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ. Das Ziel der vielfältigen Aktivitäten lautet: Bewusstsein schaffen, Eigenverantwortung wecken und zur nachhaltigen Entwicklung in der Region beizutragen. Dass die Regierung damit auf dem richtigen Weg ist, wurde auch durch die erneute Auszeichnung der AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ als offizielles Projekt der UN-Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2008/2009 deutlich.

Rudolf Gampl (Bildmitte)
In heiterer Atmosphäre brachten die Teilnehmer die vorgelesene Geschichte über die Wasserschule am Bauersberg mit Instrumenten zum Klingen. Davon ließ sich natürlich auch Rudolf Gampl (Bildmitte) anstecken.

Am Abend stand neben einer Führung durch die Wasserschule und dem Abendessen auch ein Vortrag von Hermann Bürgin auf dem Programm, bei dem Herr Bürgin anschaulich und mit viel Humor über seine vielfältigen Erfahrungen aus fast zwei Jahren Wasserschule im Schullandheim Hobbach berichtete. Sicherlich ein guter Motivationschub für die anwesenden Teilnehmer, demnächst auch mit ihren Schülern eine Projektwoche Wasser am Bauersberg durchzuführen.

Hermann Bürgin
Hermann Bürgin bei seinen großen und kleinen Geschichten aus zwei Jahren Wasserschul-Unterricht im Schullandheim Hobbach.

Am zweiten Tag des Symposiums konnten die Teilnehmer in vier Workshops selbst einen Auszug der angebotenen Unterrichtsmodule testen (Wasserkreislauf, Lehrwanderung am Bach, Angebot der Wasserschule, virtuelles Wasser), was auch mit viel Engagement genutzt wurde. Das von allen getroffene Fazit der Veranstaltung: ein sehr attraktives Angebot für Kinder von acht bis zwölf Jahren! Nun liegt es an den Lehrerinnen und Lehrern, das Angebot der Wasserschule® Unterfranken zu nutzen. Sei es bei einem Aufenthalt in den beiden Schullandheimen oder in der eigenen Schule, wofür die Regierung ebenfalls eigens entwickelte Unterlagen zur Verfügung stellt.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer
In den verschiedenen Workshops konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst die Elemente der Wasserschule ausprobieren.